Vogelspinne
Die Vogelspinne ist ein beeindruckendes und
faszinierendes Tier. Je nach Art sogar als Anfängertier
geeignet, bietet sie sich als ideales Terrariumtier an.
Einige Arten der Vogelspinne gelten als besonders zahm und
menschenfreundlich, was jedoch von Tier zu Tier
verschieden sein kann. Vogelspinnen gelten allgemein als
recht genügsam und in der Haltung anspruchslos.
Spinnen brauchen auch keinen Auslauf wie beispielsweise
Hunde oder Kaninchen, sie benötigen daher keinen übermäßig
großen Lebensraum für sich. Sie sollten jedoch getrennt in
einzelnen Terrarien gehalten werden, da Vogelspinnen sich bei
einfachen Begegnungen oftmals sogar bis zum Tod bekämpfen.
Der Standort sollte trocken, wind- und sonnengeschützt
eher im Halbdunkel liegen, um unnötige
Temperaturschwankungen innerhalb des Terrariums zu
vermeiden.
Die Einrichtung dieser Terrarien variiert je nach
Spinnenart stark. Baumbewohnende Vogelspinnen sollten
einen kleinen Ast oder einige Zweige als Ausstattung
erhalten, um ihren natürlichen Lebensraum so gut wie
möglich nachzuempfinden. Sie verstecken sich gerne unter
Blättern, wo sie auch ihr Gespinst bauen und sich so in
ihrer Lauerstellung hervorragend beobachten lassen.
Baumbewohnende Vogelspinnen sollten möglichst robuste Pflanzen
erhalten, da sie diese ständig nutzen, wodurch weniger
robuste und zierliche Pflanzen schnell zerstört werden
könnten. Bodenbewohnende Vogelspinnen sollten möglichst
weichen, teils sandigen Bodengrund vorfinden, dazu eine
kleine Höhle, angepasst an die Größe des Tieres.
Die auf dem Boden lebende Vogelspinne liebt es, sich
unter kleinen Vorsprüngen und Steinhöhlen zu verstecken.
Egal welchen Bereich die Vogelspinne bewohnt, Sauberkeit sollte
im Terrarium groß geschrieben werden. Terrarien mit
Baumbewohnern sollten regelmäßig befeuchtet werden, um ein
tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit zu erzeugen.
Trockenterrainbewohner brauchen weniger Feuchtigkeit.
Jedes Terrarium muss regelmäßig gereinigt und von
Futterresten und sonstigem Unrat befreit werden, um den
Tieren einen optimalen und möglichst angenehmen Lebensraum
zu bieten. Eine komplette Auswechslung des Inhalts sollte
jedoch möglichst selten vorgenommen werden, da die
Vogelspinne ihren Lebensraum liebt und sich nur sehr
schwer an Veränderungen gewöhnen kann.
Die Vogelspinne ist ein dämmerungs- und nachtaktives
Tier. Sie ruht den Tag über und lauert in der Dämmerung
und Nachts auf ihre Beutetiere, welche mit Hilfe der
beiden lange Fühler ertastet werden und schließlich mit
den sehr scharfen Fangzähnen gefangen und festgehalten
werden.
Die meisten Arten der Vogelspinnen ernähren sich grundlegend
von Insekten, größere Arten jagen jedoch teilweise auch
kleinere Wirbeltiere. Wer das Jagdverhalten der Tiere
hautnah erleben möchte, sollte den Tagesrhythmus seiner
Vogelspinnen nicht durcheinander bringen und abends oder nachts
füttern. So sind die Tiere zufrieden und weniger anfällig
für Krankheiten. Die Vogelspinne wird im Normalfall
täglich gefüttert werden, wobei nicht Gefressenes zügig
aus dem Terrarium entfernt werden sollte. Während der
Häutungsphase sollte man eine 4-tägige Futterpause
einlegen, da die Spinnen in dieser Zeit sehr anfällig für
Verletzungen sind und zudem nur schlecht fressen. Die
Vogelspinne gehört zu den größten Spinnenarten der Welt.
Die größte Art, Theraphosa leblondi, die
Riesen-Vogelspinne, erreicht mit ausgestreckten Beinen eine
Größe von 28 cm. Es gibt jedoch auch kleinere Arten,
welche sich problemlos in kleinen, gut eingerichteten
Terrarien halten lassen.


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