Vogelspinnen

Freitag, den 30. September 2016 um 18.47 Uhr

 

Vogelspinne

Die Vogelspinne ist ein beeindruckendes und faszinierendes Tier. Je nach Art sogar als Anfängertier geeignet, bietet sie sich als ideales Terrariumtier an. Einige Arten der Vogelspinne gelten als besonders zahm und menschenfreundlich, was jedoch von Tier zu Tier verschieden sein kann. Vogelspinnen gelten allgemein als recht genügsam und in der Haltung anspruchslos.

Spinnen brauchen auch keinen Auslauf wie beispielsweise Hunde oder Kaninchen, sie benötigen daher keinen übermäßig großen Lebensraum für sich. Sie sollten jedoch getrennt in einzelnen Terrarien gehalten werden, da Vogelspinnen sich bei einfachen Begegnungen oftmals sogar bis zum Tod bekämpfen. Der Standort sollte trocken, wind- und sonnengeschützt eher im Halbdunkel liegen, um unnötige Temperaturschwankungen innerhalb des Terrariums zu vermeiden.

Die Einrichtung dieser Terrarien variiert je nach Spinnenart stark. Baumbewohnende Vogelspinnen sollten einen kleinen Ast oder einige Zweige als Ausstattung erhalten, um ihren natürlichen Lebensraum so gut wie möglich nachzuempfinden. Sie verstecken sich gerne unter Blättern, wo sie auch ihr Gespinst bauen und sich so in ihrer Lauerstellung hervorragend beobachten lassen. Baumbewohnende Vogelspinnen sollten möglichst robuste Pflanzen erhalten, da sie diese ständig nutzen, wodurch weniger robuste und zierliche Pflanzen schnell zerstört werden könnten. Bodenbewohnende Vogelspinnen sollten möglichst weichen, teils sandigen Bodengrund vorfinden, dazu eine kleine Höhle, angepasst an die Größe des Tieres.

Die auf dem Boden lebende Vogelspinne liebt es, sich unter kleinen Vorsprüngen und Steinhöhlen zu verstecken. Egal welchen Bereich die Vogelspinne bewohnt, Sauberkeit sollte im Terrarium groß geschrieben werden. Terrarien mit Baumbewohnern sollten regelmäßig befeuchtet werden, um ein tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit zu erzeugen. Trockenterrainbewohner brauchen weniger Feuchtigkeit. Jedes Terrarium muss regelmäßig gereinigt und von Futterresten und sonstigem Unrat befreit werden, um den Tieren einen optimalen und möglichst angenehmen Lebensraum zu bieten. Eine komplette Auswechslung des Inhalts sollte jedoch möglichst selten vorgenommen werden, da die Vogelspinne ihren Lebensraum liebt und sich nur sehr schwer an Veränderungen gewöhnen kann.

Die Vogelspinne ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Sie ruht den Tag über und lauert in der Dämmerung und Nachts auf ihre Beutetiere, welche mit Hilfe der beiden lange Fühler ertastet werden und schließlich mit den sehr scharfen Fangzähnen gefangen und festgehalten werden.

Die meisten Arten der Vogelspinnen ernähren sich grundlegend von Insekten, größere Arten jagen jedoch teilweise auch kleinere Wirbeltiere. Wer das Jagdverhalten der Tiere hautnah erleben möchte, sollte den Tagesrhythmus seiner Vogelspinnen nicht durcheinander bringen und abends oder nachts füttern. So sind die Tiere zufrieden und weniger anfällig für Krankheiten. Die Vogelspinne wird im Normalfall täglich gefüttert werden, wobei nicht Gefressenes zügig aus dem Terrarium entfernt werden sollte. Während der Häutungsphase sollte man eine 4-tägige Futterpause einlegen, da die Spinnen in dieser Zeit sehr anfällig für Verletzungen sind und zudem nur schlecht fressen. Die Vogelspinne gehört zu den größten Spinnenarten der Welt.

Die größte Art, Theraphosa leblondi, die Riesen-Vogelspinne, erreicht mit ausgestreckten Beinen eine Größe von 28 cm. Es gibt jedoch auch kleinere Arten, welche sich problemlos in kleinen, gut eingerichteten Terrarien halten lassen.

Vogelspinne

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