Vogelspinne Arten
Zur Familie der Vogelspinnen, Theraphosidae, gehören
momentan etwa 900 verschiedene Arten. Grob kann man
zwischen erdhöhlenbewohnenden, bodenbewohnenden und
baumbewohnenden Arten unterschieden. Die
erdhöhlenbewohnenden Arten der Vogelspinne, wie
beispielsweise die sehr beliebte und friedliche Art
Brachypelma smithi, aber auch die Haplopelma schmidti,
eine sehr stark grabende, unterirdisch lebende Art,
brauchen im Terrarium genug Bodengrund, um sich eingraben
zu können. Eine aufgeschüttete Höhe von mindestens 15 cm
sollte dem Tier geboten werden können, um eine Wohnröhre
anlegen zu können.
|
|
|
Bodenbewohnende Vogelspinnen benötigen ebenfalls
ausreichend Bodengrund zum Wohlfühlen, doch Tiere wie
beispielsweise die Ischnocolus valentinus, eine
schreckhafte und scheue Art, brauchen keine
Grabmöglichkeiten, da sie bevorzugt unter Steinen leben.
Baumbewohnende Vogelspinnen Arten benötigen nur wenig
Bodengrund, hauptsächlich zur sicheren Unterbringung der
benötigten Pflanzen. Sie leben fast ausschließlich in den
Ästen der Bäume, einige Arten, wie die Avicularia
metallica oder die Avicularia walckenaeri, verlassen ihre
Pflanzen so gut wie nie.
Baumbewohner benötigen ein weitaus höheres Terrarium
als die anderen Arten, ebenso sollte die Luftfeuchtigkeit
sehr hoch sein. Auch durch ihre Verteidigungstechniken
unterscheiden sich die Vogelspinnen Arten. Die häufigsten
Arten der Verteidigung sind das so genannte Bombardieren
und der Giftbiss.
Beim Bombardieren, was zumeist bei bodenbewohnenden
Arten aus dem amerikanischen Raum vorkommt, streifen die
Spinnen mit ihrem letzten Beinpaar so genannte Brennhaare
ab und schleudern sie in Richtung des Gegners. Diese
Brennhaare lösen leichten bis starken Juckreiz und
mitunter, je nach Art, Hautauschlag aus.
Beim Giftbiss stellen sich die Spinnen erst in eine
Abwehrstellung und zeigen dem Gegner ihre so genannten
Chelizerenklauen (Giftzähne), aus denen mitunter Gift
träufelt. Einige Arten, wie die Aphonopelma chalcodes,
verteidigen sich auf beide Arten

|