Vogelspinnen giftig

Samstag, den 19. Mai 2012 um 09.45 Uhr

 

Giftige Vogelspinne

Um die Vogelspinne ranken sich viele Mythen und Horrorgeschichten. Am weitesten verbreitet ist der Irrglaube von ihrer extremen Giftigkeit. Getreu der Annahme: ‘große Spinne = besonders giftig’ hält sich hartnäckig das Vorurteil, Vogelspinnen könnten mit ihrem Gift einen Menschen töten.

Das ist wirklich übertrieben, zwar ist eine Vogelspinne giftig, jedoch ist ihr Gift nur relativ schwach. Sie ernährt sich überwiegend von Insekten und kleinen Säugetieren. Aus diesem Grund ist ihre Giftmenge auch auf diese Beutetiere ausgelegt. Sie besitzt jedoch lange Giftzähne, die sie tief in ihr Opfer schlägt und ihm damit das Gift injiziert. Daher kann der Biss sehr unangenehm und schmerzhaft sein.

Trotz relativ kleiner Giftmenge ist der Biss einer Vogelspinne giftig, auch für den Menschen. Der Biss der meisten Vogelspinnenarten weist ähnliche Symptome auf wie zum Beispiel ein Bienen- oder Wespenstich: Schmerz, Rötung und Schwellung der Bissstelle. Und ähnlich einem Bienenstich ist der Biss der Vogelspinne für den Menschen in der Regel schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Es sei denn, es treten allergische Reaktionen auf. Diese können bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führen und tödlich enden.

Aber auch wenn die Vogelspinne giftig ist, so ist es doch weniger ihr Gift, sondern vielmehr der Biss selbst, der beim Menschen zu unerwünschten Komplikationen führen kann. Durch den Biss werden zahlreiche Bakterien und Krankheitserreger von den Giftzähnen in den menschlichen Organismus übertragen und können dort zu schweren Infektionen bis hin zu einer Blutvergiftung führen. Daher sollte der Biss einer Vogelspinne stets gründlich gereinigt, desinfiziert und anschließend von einem Arzt weiterbehandelt werden.

Giftige Vogelspinne