Giftige Vogelspinne
Um die Vogelspinne ranken sich viele Mythen und
Horrorgeschichten. Am weitesten verbreitet ist der
Irrglaube von ihrer extremen Giftigkeit. Getreu der
Annahme: ‘große Spinne = besonders giftig’ hält sich
hartnäckig das Vorurteil, Vogelspinnen könnten mit ihrem
Gift einen Menschen töten.
Das ist wirklich übertrieben, zwar ist eine Vogelspinne
giftig, jedoch ist ihr Gift nur relativ schwach. Sie
ernährt sich überwiegend von Insekten und kleinen
Säugetieren. Aus diesem Grund ist ihre Giftmenge auch auf
diese Beutetiere ausgelegt. Sie besitzt jedoch lange
Giftzähne, die sie tief in ihr Opfer schlägt und ihm damit
das Gift injiziert. Daher kann der Biss sehr unangenehm
und schmerzhaft sein.
Trotz relativ kleiner Giftmenge ist der Biss einer
Vogelspinne giftig, auch für den Menschen. Der Biss der
meisten Vogelspinnenarten weist ähnliche Symptome auf wie
zum Beispiel ein Bienen- oder Wespenstich: Schmerz, Rötung
und Schwellung der Bissstelle. Und ähnlich einem
Bienenstich ist der Biss der Vogelspinne für den Menschen
in der Regel schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Es sei
denn, es treten allergische Reaktionen auf. Diese können
bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führen und
tödlich enden.
Aber auch wenn die Vogelspinne giftig ist, so ist es
doch weniger ihr Gift, sondern vielmehr der Biss selbst,
der beim Menschen zu unerwünschten Komplikationen führen
kann. Durch den Biss werden zahlreiche Bakterien und
Krankheitserreger von den Giftzähnen in den menschlichen
Organismus übertragen und können dort zu schweren
Infektionen bis hin zu einer Blutvergiftung führen. Daher
sollte der Biss einer Vogelspinne stets gründlich
gereinigt, desinfiziert und anschließend von einem Arzt
weiterbehandelt werden.

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